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Fuß-, Rad- und PKW-Brücke kreuzt die Siegburger Stadtmauer

Holz-Beton-Verbundbrücke im historischen Kontext, Siegburg

Beschreibung

Die Kreisstadt Siegburg entlastet durch einen neuen Verkehrsstich zwischen Burggasse und Ringstraße die Kaiserstraße vom derzeit kreuzenden Durchgangsverkehr für Fussgänger, Radfahrer und PKW. Diese Maßnahme wird in Form eines Stegs realisiert, der beide Straßen über einen Graben hinweg verbindet. Die Fläche unterhalb des Stegs wird als Grünfläche mit attraktiver Aufenthaltsqualität umgesetzt und gleichzeitig die kreuzende Stadtmauer und der anliegende Graben stärker erfahrbar gemacht. Dabei soll die entstehende Wegebeziehung zwischen der Burggasse und der Ringstraße in direkter Anbindung zur Kaiserstraße zum Durchschreiten und auch zum Verweilen und Erfahren des historischen Bereiches einladen.

Das Stegbauwerk wird behutsam in das städtische Umfeld und die umliegende Grünanlage integriert. Das Widerlager an der Seite der Burggasse wird so platziert, dass es hinter der derzeit im Erdreich verlaufenden historischen Stadtmauer liegt, wodurch der Steg über die Stadtmauer verläuft. Der Steg ist mit zwei Zwischenpfeilern geplant und weist im Grundriss einen geschwungenen S-förmigen Verlauf auf. Aufgrund eines Höhenunterschieds von etwa 1,5 Metern zwischen der Anbindung an der Burggasse und der Ringstraße ist eine sanfte Anrampung geplant, die von der Ringstraße aus zum Brückenbeginn führt.

Der Anspruch der Planungsgruppe war, Nachhaltigkeitsaspekte bereits in der Planung zu berücksichtigen, was den wesentlichen Ansatz bei der Wahl zum Tragwerk des Stegbauwerks beeinflusste. Durch den Überbau in Holz-Beton-Verbund-Bauweise werden nachhaltige Baustoffe dort einsetzt, wo sie ihre großen Vorteile ausbilden können: durch die Verbundbauweise kann der Einsatz von Stahlbeton an diesem Bauwerk erheblich reduziert werden und die Ausbildung der Kappen an den Stegflanken aus europäischem Naturstein wird zudem ein sehr dauerhaftes und nachhaltiges Material zum Einsatz kommen.

Bauherr
Kreisstadt Siegburg

Baujahr
2026

Abmessungen
Länge: ca. 31,20 m
Stützweite: ca. 10,70 m, 10,05 m, 10,45 m
Breite: ca. 5,50 m

Partner
Dirk + Michael Stelter, Atelier Esser, Ingenieurbüro Mentges

Konstruktion
Holzbauweise mit großformatigen, blockverleimten Brettschichtholzträgern im tragenden Verbund mit einer Betonplatte; Asphaltbelag; Flachstahlpfosten mit Füllung Edelstahlseilen, Handlauf aus acetyliertem Brettschichtholz, zus. Handlauf aus Edelstahl; Herstellung der Gründung und Widerlager aus Beton

Unsere Leistungen
Objektplanung 1 – 9, Tragwerksplanung 1 – 6

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